Medrol (Methylprednisolon) Tabletten: Wirkung, Anwendung und Dosierung

Medrol
Generic:
Methylprednisolon
Anwendungsgebiete:
allergische Erkrankungen Arthritis Atemwegserkrankungen Hauterkrankungen Lupus Psoriasis ulzerative Kolitis
Ähnliche Präparate:
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Medrol ist ein orales Kortikosteroid mit dem Wirkstoff Methylprednisolon. Wir bieten die Tabletten in den Stärken 4 mg, 8 mg, 16 mg und 32 mg für die Behandlung entzündlicher, allergischer und autoimmuner Erkrankungen an.
Auf Lager: 13 Packungen
ErwachseneSchwangerschaftAllergienDiabetesStillzeitKinderAutofahren

Dosierungen

Medrol 4 mg

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60 €1,16 - €69,66
90 €1,04 €10,75 €93,74
120 €1,00 €19,78 €119,54
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270 €0,91 €68,37 €245,10
360 €0,88 €101,48 €316,48

Medrol 8 mg

Menge Preis pro Tablette Sie sparen Gesamtpreis
30 €2,21 - €66,22
60 €1,95 €15,48 €116,96
90 €1,73 €43,00 €155,66
120 €1,57 €76,54 €188,34
180 €1,38 €149,64 €247,68
270 €1,19 €274,34 €321,64
360 €1,05 €415,38 €379,26

Medrol 16 mg

Menge Preis pro Tablette Sie sparen Gesamtpreis
30 €2,75 - €82,56
60 €1,94 €49,02 €116,10
90 €1,65 €98,90 €148,78
120 €1,52 €147,92 €182,32
180 €1,38 €246,82 €248,54
270 €1,29 €393,88 €349,16

Medrol 32 mg

Menge Preis pro Tablette Sie sparen Gesamtpreis
60 €1,05 - €62,78
120 €1,03 €1,72 €123,84
240 €1,02 €6,88 €244,24

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Markennamen

Auch bekannt als (nach Land):
LandMarkennamen
Deutschland
Urbason
Italien
Urbason

FAQ

Bewahren Sie die Tabletten bei 20 °C bis 25 °C in einem fest verschlossenen Behälter auf. Schützen Sie sie vor übermäßiger Hitze und Feuchtigkeit und lagern Sie sie außerhalb der Reichweite von Kindern.

Beschreibung

Medrol ist der Handelsname für Tabletten mit dem Wirkstoff Methylprednisolon, einem synthetischen Glukokortikoid zum Einnehmen. Wir führen Medrol in den Wirkstärken 4 mg, 8 mg, 16 mg und 32 mg, sodass sich unterschiedliche Behandlungsschemata bei entzündlichen, allergischen und autoimmun bedingten Erkrankungen abdecken lassen. Der folgende Artikel erklärt, wie Methylprednisolon wirkt, wofür es eingesetzt wird, welche Vorsichtsmaßnahmen gelten und wie sich Medrol von verwandten Kortikosteroiden unterscheidet.

Medrol im Überblick

Der Wirkstoff von Medrol ist Methylprednisolon, ein Kortikosteroid aus der Gruppe der Glukokortikoide (ATC-Code H02AB04). Wir bieten Medrol ausschließlich als Tablette zum Einnehmen an, nicht als Injektionslösung oder Creme. Die Tabletten wirken systemisch, das heißt über den gesamten Körper, und werden vor allem dann eingesetzt, wenn eine über längere Zeit steuerbare, oral einnehmbare Kortisontherapie sinnvoll ist. Innerhalb unseres Sortiments lassen sich die vier Wirkstärken so kombinieren, dass sich sowohl niedrig dosierte Erhaltungstherapien als auch höher dosierte Anfangsbehandlungen abbilden lassen.

Warum Kortikosteroide bei Entzündungen und Autoimmunprozessen eingesetzt werden

Viele der Erkrankungen, für die Methylprednisolon verordnet wird, beruhen auf einer überschießenden oder fehlgeleiteten Immun- und Entzündungsreaktion. Bei allergischen Erkrankungen reagiert das Immunsystem übermäßig auf eigentlich harmlose Stoffe, bei Hauterkrankungen zeigt sich diese Reaktion örtlich begrenzt an der Haut, und bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa richtet sich die Entzündung gegen die Darmschleimhaut selbst. Auch bei Arthritis liegt häufig eine entzündliche oder autoimmune Komponente vor, die Gelenke schädigt. Methylprednisolon greift in all diesen Situationen an einer gemeinsamen Stelle an: der überaktiven Entzündungs- und Immunantwort.

Wirkweise und Pharmakologie

Methylprednisolon bindet an intrazelluläre Glukokortikoidrezeptoren und beeinflusst darüber die Ablesung zahlreicher Gene. Dies führt zu einer verminderten Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe wie Zytokinen und Prostaglandinen sowie zu einer Hemmung bestimmter Immunzellen. Das Ergebnis ist eine ausgeprägte entzündungshemmende und immunsuppressive Wirkung. Im Vergleich zu körpereigenem Kortisol ist Methylprednisolon deutlich stärker entzündungshemmend wirksam, besitzt dabei aber nur eine geringe mineralokortikoide Wirkung, wodurch Wassereinlagerungen und Blutdruckanstiege im Vergleich zu älteren Kortikosteroiden wie Hydrocortison seltener auftreten. Nach der Einnahme wird Methylprednisolon rasch aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen; ein spürbarer Effekt auf Entzündungsparameter setzt meist innerhalb einiger Stunden ein, während sich der volle klinische Nutzen bei chronischen Erkrankungen häufig erst über mehrere Tage entfaltet.

Wirksamkeit und klinische Evidenz

Die entzündungshemmende Wirkung systemischer Glukokortikoide wie Methylprednisolon zählt zu den am besten belegten Wirkprinzipien der Inneren Medizin. Bei akuten Schüben einer Colitis ulcerosa führt eine systemische Kortikosteroidtherapie bei einem großen Teil der Betroffenen innerhalb von ein bis zwei Wochen zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden, weshalb sie in den einschlägigen Leitlinien zur Remissionsinduktion empfohlen wird. Bei entzündlichem Rheuma und anderen Formen der Arthritis werden Glukokortikoide häufig überbrückend eingesetzt, bis langsamer wirkende Basistherapien ihre volle Wirkung entfalten. Bei ausgewählten schweren allergischen Erkrankungen und akuten Verschlechterungen von Atemwegserkrankungen gehört die kurzfristige systemische Kortisongabe seit Jahrzehnten zur etablierten Behandlung. Bei einer Anaphylaxie ersetzt ein Kortikosteroid jedoch nicht die sofortige Behandlung mit Adrenalin und die notfallmedizinische Versorgung. Die Evidenz zu Methylprednisolon stützt sich auf zahlreiche klinische Studien und langjährige Behandlungserfahrung bei entzündlichen Erkrankungen.

Wirkstoff und Formulierung

Jede Medrol Tablette enthält Methylprednisolon als alleinigen Wirkstoff, ohne zusätzliche entzündungshemmende oder schmerzlindernde Kombinationswirkstoffe. Die Tabletten sind zum Schlucken bestimmt und liegen als unretardierte, also sofort freisetzende Darreichungsform vor. Die Einnahme mit etwas Flüssigkeit und einer Mahlzeit kann bei manchen Patientinnen und Patienten Magenbeschwerden vermindern; maßgeblich sind die ärztliche Anweisung und die Packungsbeilage. Ein Zerteilen oder Zerkauen der Tabletten sollte nur erfolgen, wenn die Packungsbeilage oder die verordnende Ärztin bzw. der verordnende Arzt dies ausdrücklich vorsieht.

Anwendungsgebiete

Methylprednisolon in Tablettenform wird bei einer Vielzahl entzündlicher, allergischer und immunvermittelter Erkrankungen eingesetzt. Dazu zählen unter anderem:

  • Allergische Erkrankungen, etwa ausgeprägte Reaktionen auf Medikamente, Insektenstiche oder andere Auslöser
  • Entzündliche Hauterkrankungen, bei denen andere Maßnahmen nicht ausreichend wirken
  • Colitis ulcerosa, insbesondere zur Behandlung akuter Schübe
  • Verschiedene Formen der Arthritis, einschließlich entzündlich-rheumatischer Gelenkerkrankungen

Darüber hinaus wird Methylprednisolon in der klinischen Praxis auch bei akuten Asthma- und COPD-Verschlechterungen, bestimmten Autoimmunerkrankungen und im Rahmen der Immunsuppression nach Organtransplantationen eingesetzt. Welche Erkrankung im Einzelfall tatsächlich behandelt wird und wie lange die Therapie dauert, entscheidet stets die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.

Wirkstärken, Darreichungsform und allgemeine Dosierung

Wir bieten Medrol als Tabletten in den Stärken 4 mg, 8 mg, 16 mg und 32 mg an, jeweils in unterschiedlichen Packungsgrößen, damit sich die Bestellung an die ärztlich festgelegte Behandlungsdauer anpassen lässt.

WirkstärkeVerfügbare Packungsgrößen (Tabletten)
4 mg60, 90, 120, 180, 270, 360
8 mg30, 60, 90, 120, 180, 270, 360
16 mg30, 60, 90, 120, 180, 270
32 mg60, 120, 240

Die tatsächliche Dosis richtet sich immer nach der behandelten Erkrankung, ihrem Schweregrad und dem Ansprechen der einzelnen Person. Allgemein gilt bei systemischen Glukokortikoiden das Prinzip, mit der niedrigsten wirksamen Dosis zu behandeln und diese, wo möglich, schrittweise zu reduzieren, statt sie abrupt abzusetzen. Bei akuten Schüben wird häufig zunächst eine höhere Dosis gegeben, die im Verlauf über Tage bis Wochen langsam ausgeschlichen wird, während bei chronischen Verläufen eher niedrige Erhaltungsdosen angestrebt werden. Die Einnahme erfolgt üblicherweise morgens, da dies dem natürlichen Tagesrhythmus der körpereigenen Kortisolausschüttung am ehesten entspricht und nächtliche Schlafstörungen reduzieren kann. Eine eigenständige Anpassung der Dosis oder ein plötzliches Absetzen nach längerer Anwendung sollte ohne ärztliche Rücksprache vermieden werden, da der Körper die eigene Kortisolproduktion während der Therapie herunterregelt.

Praktische Hinweise zur Einnahme

Wurde eine Einnahme vergessen, sollte nicht ohne Anweisung die doppelte Menge eingenommen werden. Ob die versäumte Dosis noch nachgeholt oder ausgelassen wird, hängt vom verordneten Schema und vom Zeitpunkt der nächsten Einnahme ab. Bei längerer oder höher dosierter Behandlung kann ein Steroidausweis sinnvoll sein, der medizinisches Personal in einem Notfall über die Therapie informiert. Schwere Infektionen, Operationen, Verletzungen oder andere starke körperliche Belastungen können den Kortisolbedarf verändern. Patientinnen und Patienten sollten behandelnde Fachkräfte deshalb über die aktuelle oder erst kürzlich beendete Kortikosteroidtherapie informieren; eine erforderliche Dosisanpassung darf nur medizinisch angeordnet werden.

Elimination und Halbwertszeit

Methylprednisolon wird vorwiegend in der Leber, unter anderem über das Enzym CYP3A4, zu weitgehend unwirksamen Metaboliten abgebaut und anschließend über die Nieren ausgeschieden. Die Plasmahalbwertszeit liegt bei etwa zwei bis drei Stunden, während die biologische Wirkdauer, also die Zeit bis zum Abklingen der entzündungshemmenden Wirkung auf Gewebeebene, mit rund 12 bis 36 Stunden deutlich länger ist. Methylprednisolon zählt damit zu den mittellang wirksamen Glukokortikoiden. Bei eingeschränkter Leberfunktion kann der Abbau verzögert sein, wodurch die Wirkung und mögliche Nebenwirkungen verstärkt auftreten können; auch gleichzeitig eingenommene Arzneimittel, die dieselben Leberenzyme beeinflussen, können die Elimination beschleunigen oder verlangsamen.

Wichtige Sicherheitshinweise

Da Methylprednisolon systemisch und über einen längeren Zeitraum wirkt, sollten vor Beginn der Einnahme mehrere gesundheitliche Faktoren sorgfältig geprüft werden. Dazu gehören bestehende Allergien, andere eingenommene Arzneimittel, bereits vorliegende Vorerkrankungen wie Infektionen, Diabetes oder Magen-Darm-Probleme sowie eine bestehende oder geplante Schwangerschaft und das Stillen.

Wichtige Prüfpunkte vor der Einnahme von Medrol
Auf dieser Grundlage lässt sich gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt einschätzen, ob und in welcher Dosierung Medrol im Einzelfall geeignet ist. Während einer Behandlung mit Methylprednisolon können sich außerdem bestehende Infektionen verschlimmern oder klinisch verschleiern, weshalb Fieber oder andere Infektionszeichen während der Therapie ernst genommen werden sollten. Bei länger dauernder Anwendung ist zudem auf mögliche Auswirkungen auf Knochendichte, Blutzucker, Blutdruck und Augeninnendruck zu achten.

Kontrollen während einer längeren Behandlung

Art und Häufigkeit der Kontrollen richten sich nach Dosis, Behandlungsdauer, Alter und Begleiterkrankungen. Je nach individueller Situation können Messungen von Blutdruck, Körpergewicht, Blutzucker und Elektrolyten sowie augenärztliche Untersuchungen und eine Beurteilung der Knochengesundheit erforderlich sein. Bei Kindern sollte während einer länger dauernden systemischen Behandlung zusätzlich das Wachstum kontrolliert werden. Vor Impfungen ist medizinischer Rat erforderlich, weil insbesondere Lebendimpfstoffe bei immunsuppressiven Dosierungen ungeeignet sein können und die Immunantwort auf andere Impfstoffe vermindert sein kann. Auch nach dem Ausschleichen kann die Nebennierenfunktion vorübergehend eingeschränkt bleiben, weshalb ungewöhnliche Schwäche, Kreislaufprobleme, Erbrechen oder eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands rasch abgeklärt werden sollten.

Verschreibung und Verfügbarkeit

Methylprednisolon-Tabletten zum Einnehmen zählen in Deutschland zu den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Für die Bestellung über unseren Shop benötigen wir aktuell keine vorherige Vorlage eines Rezepts, sodass sich der Bestellvorgang unkompliziert gestaltet; eine ärztliche Abklärung ist dennoch wichtig, da es sich um ein wirkstarkes, systemisch wirkendes Kortikosteroid handelt. Der Markenname Medrol ist nach den vorliegenden Angaben in Deutschland nicht als eigenständig zugelassenes Arzneimittel dokumentiert; der Wirkstoff Methylprednisolon in oraler Form ist jedoch international etabliert und wird in verschiedenen Ländern unter unterschiedlichen Markennamen vertrieben. Seit 2017 unterstützt unser Team Kundinnen und Kunden bei der Bestellung, mit Beratung per E-Mail, Chat und Telefon rund um die Uhr und mit pharmazeutischem Fachpersonal, das Fragen zur Anwendung beantwortet. Unser Versand nach Deutschland ist auf eine zuverlässige Zustellung ausgelegt, und unser Support steht bei Fragen zu Bestellung, Zahlung oder Lieferung jederzeit zur Verfügung.

Gegenanzeigen

Medrol darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Methylprednisolon oder einen der sonstigen Bestandteile der Tablette. Weitere wichtige Gegenanzeigen sind unbehandelte systemische Pilzinfektionen sowie die Verabreichung von Lebendimpfstoffen unter immunsuppressiver Dosierung, da die Immunantwort auf den Impfstoff dadurch beeinträchtigt werden kann und ein Infektionsrisiko besteht. Besondere Vorsicht ist außerdem geboten bei bestehenden Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren, Osteoporose, unkontrolliertem Diabetes mellitus, schweren psychiatrischen Vorerkrankungen, grünem Star und akuten, unbehandelten Infektionen, da Methylprednisolon diese Zustände verschlechtern kann.

Wechselwirkungen

Wirkstoffe, die das Leberenzym CYP3A4 hemmen, etwa bestimmte Antimykotika oder Makrolid-Antibiotika, können den Abbau von Methylprednisolon verlangsamen und dadurch dessen Wirkung und Nebenwirkungsrisiko erhöhen. Umgekehrt können Enzyminduktoren wie Rifampicin, Phenytoin oder Carbamazepin die Wirkung von Methylprednisolon abschwächen. Die gleichzeitige Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika erhöht das Risiko für Magen-Darm-Blutungen, während kaliumausschwemmende Diuretika das Risiko eines Kaliummangels verstärken können. Bei Diabetikerinnen und Diabetikern kann eine Anpassung der blutzuckersenkenden Medikation notwendig werden, da Methylprednisolon den Blutzuckerspiegel erhöhen kann. Auch die Wirkung gerinnungshemmender Arzneimittel kann sich unter der Behandlung verändern, sodass regelmäßige Kontrollen sinnvoll sein können.

Nebenwirkungen und wann rasches Handeln notwendig ist

Häufige, meist mit der Dosis und Behandlungsdauer zusammenhängende Nebenwirkungen sind gesteigerter Appetit, Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Verdauungsbeschwerden und Wassereinlagerungen. Diese Effekte sind bei kurzfristiger Anwendung meist gering ausgeprägt und bilden sich nach Beendigung der Therapie häufig zurück. Deutlich seltener, aber ernstzunehmend sind Anzeichen einer schweren Infektion, ausgeprägte psychische Veränderungen, Sehstörungen, schwarzer oder blutiger Stuhlgang als Hinweis auf eine Magen-Darm-Blutung sowie Zeichen einer allergischen Reaktion wie Atemnot, Gesichtsschwellung oder Hautausschlag. Bei solchen Warnzeichen sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden; bei schweren allergischen Reaktionen oder Atemnot ist in Deutschland der Notruf 112 zu verständigen.

Überdosierung und Toxizität

Eine einmalige Einnahme einer zu hohen Dosis Methylprednisolon führt in der Regel nicht zu einer akut lebensbedrohlichen Situation, kann jedoch vorübergehend Wassereinlagerungen, erhöhten Blutdruck und erhöhte Blutzuckerwerte verursachen. Eine über längere Zeit zu hohe oder zu häufige Dosierung kann dagegen zu ausgeprägten Kortisonnebenwirkungen wie einem Cushing-ähnlichen Erscheinungsbild, Muskelschwäche und einer verstärkten Unterdrückung der körpereigenen Kortisolproduktion führen. Bei Verdacht auf eine Überdosierung oder nach versehentlicher Mehrfacheinnahme sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt oder der Giftnotruf kontaktiert werden, insbesondere wenn Kinder betroffen sind.

Lagerung

Medrol Tabletten sind bei 20 °C bis 25 °C in einem fest verschlossenen Behälter und vor übermäßiger Hitze und Feuchtigkeit geschützt aufzubewahren. Sie sollten für Kinder unzugänglich bleiben und nicht nach Ablauf des angegebenen Verfallsdatums verwendet werden. Nicht mehr benötigte Arzneimittel dürfen nicht über Toilette oder Spüle entsorgt werden. Für die Entsorgung gelten die örtlichen Vorgaben; Auskunft geben beispielsweise eine Apotheke oder die kommunale Abfallberatung.

Vorteile und Abwägungen

Ein wesentlicher Vorteil der Tablettenform gegenüber Injektionspräparaten liegt in der Möglichkeit, die Dosis fein abgestuft zu steuern und schrittweise auszuschleichen, ohne dass dafür wiederholte Injektionen notwendig sind. Die vier von uns angebotenen Wirkstärken erlauben eine relativ genaue Anpassung an unterschiedliche Behandlungsphasen, von einer kurzen, höher dosierten Akutbehandlung bis zu einer niedrig dosierten Langzeittherapie. Dem stehen die für systemische Kortikosteroide typischen Einschränkungen gegenüber: Bei längerer Anwendung sind regelmäßige ärztliche Kontrollen sinnvoll, und ein abruptes Absetzen nach längerer Therapie ist nicht empfehlenswert. Andere Darreichungsformen des gleichen Wirkstoffs, etwa eine intramuskuläre Depotspritze oder eine Injektionslösung für die intravenöse Akuttherapie im Krankenhaus, sind für andere klinische Situationen gedacht und ersetzen die Tabletteneinnahme nicht in jedem Fall.

Generika und vergleichbare Arzneimittel

Methylprednisolon gehört zu einer Gruppe strukturell und wirkungsmäßig verwandter Kortikosteroide. Prednisolone ist ein häufig verwendetes Vergleichspräparat mit ähnlichem Wirkprofil, jedoch mit etwas geringerer entzündungshemmender Potenz pro Milligramm und einer etwas stärkeren mineralokortikoiden Restwirkung. Prednison, das im Körper erst zu Prednisolon umgewandelt werden muss, wird bei eingeschränkter Leberfunktion seltener bevorzugt, während Dexamethason eine deutlich höhere Potenz und längere Wirkdauer aufweist und daher meist in niedrigeren Einzeldosen verwendet wird. Hydrocortison entspricht in seiner Wirkstärke am ehesten dem körpereigenen Kortisol und wird vor allem bei der Substitution einer Nebenniereninsuffizienz eingesetzt. Welches Präparat im Einzelfall geeignet ist, hängt von der Erkrankung, der gewünschten Wirkdauer und individuellen Begleitumständen ab und sollte ärztlich entschieden werden. Wer sich einen Überblick über weitere entzündungshemmende Arzneimittel verschaffen möchte, findet unter Entzündungshemmende Arzneimittel zusätzliche Informationen.

Medizinisch geprüft von
Wendy Hayes
Klinische Apothekerin
Aktualisiert 17. August 2026

Arzneimittel-Spezifikationen

WirkstoffMethylprednisolon
ArzneimittelklasseKortikosteroid
DarreichungsformTablette
Verfügbare Wirkstärken4 mg, 8 mg, 16 mg, 32 mg
AnwendungswegZum Einnehmen
AufbewahrungBei 20 °C bis 25 °C in einem fest verschlossenen Behälter, vor übermäßiger Hitze und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.
ATC-CodeH02AB04

Regulatorische Informationen

Deutschland: Arzneimittelstatus
ProduktstatusFür Medrol Tabletten mit Methylprednisolon in den Stärken 4 mg, 8 mg, 16 mg und 32 mg ist anhand der vorliegenden Angaben keine deutsche Zulassung als Medrol belegt.
VerschreibungspflichtSystemisch anzuwendendes Methylprednisolon in Tablettenform ist in Deutschland verschreibungspflichtig.
Amtliche ProduktinformationenFach- und Gebrauchsinformationen zu in Deutschland zugelassenen Arzneimitteln sind im Arzneimittel-Informationssystem von PharmNet.Bund abrufbar.
NebenwirkungsmeldungVerdachtsfälle von Nebenwirkungen können in Deutschland an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gemeldet werden.

Weitere Informationen